Zombie Christmas. // Indierocklametta.

Noch zwölfmal, nein, elfmal, nein… Ach, jedenfalls ist bald Weihnachten. Und das heißt, dass noch circa siebenhundertvier Mal in der Cafeteria Last Christmas und Do they know… süßlich von der Decke tropft.

Ich mag zuckrige Nüsse, Geschenke, Lieder, schummrige Familienstimmung mit Glühweinpegel. Ich weiß, dass ist alles Neo-Christlicher Irrsinns-Kapitalismus und gerät langsam aus den Fugen. Aber hey, das Wetter ist schlecht, es gibt Mottopartys und viel Schokolade – das reicht mir schon, um vier Wochen lang besinnlich vor mich hinzuschunkeln.

Aber die Musik ist eine echte Belastung. Ich kann nur unter körperlichen Schmerzen Technobeats auf Kinderreimen ertragen und das bildet meist die Quintessenz jedes Weihnachtshit-Rezepts.

Also arbeite ich die restlichen elf Monate des Jahres an einer alternativen Weihnachtsliedersammlung, mit der ich morgen unser interkulturelles Haus-Weihnachtsessen beschallen werde. Irgendwie muss ich mich ja für die Seife rächen.

Drei besonders schmackhafte Kostproben schon mal vorab:

  • Emmy the Great – Zombie Christmas.

Die Vertonung unser aller müder Ängstlichkeit am Donnerstagnachmittag vor der Freitagmorgen-Deadline. Außerdem diese niedliche run-run-run­-Bridge. Könnte ich den ganzen Tag hören – und das Beste: Es gibt ein ganzes Weihnachtsalbum dieser sowieso liebreizenden Dame mit den preisverdächtigen Texten:

I sit here drooling on my own again, on a routine episode of Friends. What does it mean to be American? Is it Coffee – Feelings – And I’ll be there for you?

 

 

  • Kate Nash – I hate you this Christmas.

Ich erinnere mich an Nächte, die wir bei icq verbrachten und uns einfach nur Kate Nash-Songzeilen schickten, weil sie das gesamte Emotionsspektrum von 15-jährigen abdeckten. Keine Ahnung, ob das heute noch ein Kompliment ist, aber einen ewigen Platz in meiner Adoleszenz-Hall-of-Fame hält sie trotzdem. Und dieser Song ist einfach viel zu dreckig und böse, um ihn nicht ins Herz zu schließen.

 

  • Blue Christmas – Bright Eyes.

Ein bisschen Liebeskummer, ein bisschen Rotzigkeit, ein paar Erinnerungen an ein grandioses Konzert – what’s there not to love?

 

Gestern in einer Woche übrigens sitze ich mit meiner Weihnachtsplaylist in den Ohren auf einer Fähre nach Calais. You all better run, run, run!

 

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