Der Tag am Meer // Music Edition.

Champagner, Sekt, Schnäppschen, Welsh Cakes, Brandy, den ganzen Weinkeller der Queen – es ist Partystimmung! Ich hab meine Masterarbeitspräsentation überstanden.

Vor einem Panel unserer Media-Dozenten seine Ideen zu verteidigen war der Endgegner des letzten MA-Levels. Jetzt darf ich das Ding schreiben, aber vorher mal so richtig ausgelassen feiern, dass alle anderen Uni-Pflichten hinter mir liegen. Jetzt ist Abi-Mottowoche, zumindest gefühlt!

Nebenbei ist es auch noch Sommer geworden. Während unsere Abschlussklasse sich in der Bibliothek vergraben hat, hat die letzte Woche über still und heimlich das Wetter gewechselt – statt grauem Nieselregen bei 7 Grad, mit denen uns der April beglückte, knallt jetzt die Sonne auf den Strand.

Apropos Strand

Natasha und ich haben mit den Füßen im Sand vergraben auf das Ende der Abgabefristen angestoßen. Eigentlich: angepicknickt. Mit Pasteten, Weintrauben, Käse, Chips, Ginger Ale und Gin lagen wir auf einem Sandhügel und genossen einen angeschickerten Sonnenstich.

Tatsächlich waren wir nach drei Stunden hoffnungslos betrunken, lachten hysterisch, erzählten uns irre Geschichten aus der Vergangenheit und planten eine Weltreise nach dem Abschluss. Dass das Meer so nah am Campus liegt (oder andersherum) und die Bibliothek niemals schließt kam uns gelegen, weil wir für neue Snacks und Toilettengänge einfach nur über die Wiese schlendern mussten – auch wenn darauf die große Peinlichkeit folgte, sich gigglend, schwankend, prustend zu versichern, dass man überhaupt nicht betrunken wirkt, wenn man dem Sicherheitsmann androht, ihm das Ende von 13 reasons why zu verraten.

Irgendwann saßen wir auf den Stufen des Digital Technicum Gebäudes, verschütteten Soft Drinks und machten 73 Selfies, auf denen wir immer wieder die Sonnenbrillen tauschten. Plötzlich stand ein genervter Pizzabote vor uns, der uns einen gigantischen Pappkarton überreichte und verschwand, während ich mich noch verdattert am Kopf kratzt. “Achso, ich hab Pizza bestellt, während du auf Toilette warst, hatte Bock drauf”, erklärte Natasha trocken und guckte traurig auf den Boden der Ginflasche. Pures Glück.

Und wie wir da so im letzten Abendsonnenschein und in spätrömischer Dekadenz auf den Stufen lagen dachte ich, dass ich eine Schneekugel hätte, die den Campus, das Meer, uns beide in sandigen Sommerkleidern zeigt, und die ich, wann immer es weniger leicht, euphorisch und ginbetrunken zugeht, schütteln kann, um mich an diesen Frühling zu erinnern.

Dabei würde Musik laufen, die so oder so ähnlich klänge:

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