Twin Town // Popcorn Edition.

Eines spaßigen Abends suchte ich Filme, die in Swansea spielen während Natasha Pizza bestellte. Ich komme aus der Pina // Manta-Manta-Stadt Wuppertal, bin also großes Kino vor der Haustür gewohnt. Natasha kommt aus London und… naja, okay, das ist auch ganz cool.

Anyway.

Die Pizza kam und wir begannen mit Twin Town – einem Filmklassiker aus den 90ern, angeblich. Eine Dick- und Doofige Kriminalstory spielt an einer kaum wieder zu erkennenden Küste. Wenn das das goldene Britannien ist, das die Waliser herbeigebrexit haben wollen, viel Spaß damit.

Der Film ist – höflich ausgedrückt – bedingt sehenswert. Jedes Mal einen Shot zu trinken, wenn man eine Straßenecke wieder erkennt, macht auch nur über eine gewisse Strecke Spaß, wenn man sich ansonsten durch einen unendlichen idiot-plot quälen muss. Allerdings ist die erste Autofahrt in Natashas Straße gedreht, was wirklich lustig ist, wenn man diese irren Serpentinen hochgelaufen ist, um den Film zu gucken. Regisseur Kevin Allen ist auch für die wunderschöne Verfilmung von Dylan Thomas‘ Under Milk Wood verantwortlich. Und wer sehen will, wie es vor 20 Jahren in dem Städtchen aussah, in dem ich die letzten Monate verbracht habe, möge gerne einmal durch-shuffeln.

„You know, Dylan Thomas called it an Ugly, lovely town.

„I’d call it a pretty shitty city.“

Weiter ging es mit The Edge of Love – ein Film mit dem dämlichsten Titel aller Zeiten, der manchen DSDS-Komponisten zu cheesy wäre. Die deutsche Übersetzung („Was von der Liebe bleibt“) ist kein Stück besser.

Aber hinter dem saublöden Namen versteckt sich eine sepiafarbene Schönheit mit Matthew Rhys [korrigiert], Sienna Miller und Keira Knightley, die auf unseren Swanseafelsen herumklettern. Der Film erzählt, was auch sonst, vom Walisischen Nationalhelden Dylan Thomas und seinen romantischen Irrungen und Wirkungen. Auch wenn vieles nach Kulisse und Studio schreit, er ist eindrücklich, riecht nach Rauch und Kummer – wie alles, was DT’s Initialen trägt.

Am Ende landeten wir bei Dr. Who – eine Serie, die ich aus Suchtgefahr boykottiere, die aber hier um die Ecke in Cardiff gedreht wird. Da waren wir allerdings schon derart betrunken, dass wir der Handlung nicht mehr folgen konnten. Mit Sicherheit kann ich nur sagen, dass auch in Swansea die Telefonzellen rot sind.

5 Kommentare

  1. Simon Armstrong? Der spielt nur eine kleine Rolle in „Edge of Love“. Cillian Murphy and Matthew Rhys (als Dylan Thomas eine Fehlbesetzung, wie ich finde) kraxeln auf den Felsen rum. Die Ladies aber reißen den Film raus. Insbesondere habe ich Sienna Miller nie so gut gesehen.

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    • Oh. Ooooooh, natürlich! Korrigiere ich bei Zeiten, danke für den Hinweis. Habe ich irgendwie blind von ibm oder so kopiert, war wohl weiter oben gelistet und ich habe zu wenig nachgedacht… Merci! Und volle Zustimmung, Sienna war toll!

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