Eine Woche voller Blumen.

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Serie: Miss Emily sucht das Glück… dieses Mal regnet es Blumen und es verschlägt die Protagonistin vom Ruhrpott nach Berlin  und über die Bayrische Außengrenze  wieder nach Hause.

In Essen gab es letzte Woche mit Park Sounds die musikalische Kulisse zum glühenden Sommer. Das Institut für elektronische Musik (oder auch: …vergleichende Irrelevanz…) der Folkwang Uni spielt auf, mitten im Stadtpark zwischen Aalto-Theater und Philharmonie, ein einziges Großstadtpicknick, Menschen grillen, rauchen, spielen Wikinger-Schach und liegen in Sitzsätzen verstreut auf der Wiese, während die Sonne untergeht und die DJ-Sets den Sommer einleiten.

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Auf der Suche nach Glück ist dieses kleine Großstadtfest bestimmt nicht verkehrt, denke ich, während ich mit meiner Mitbewohnerin auf die nächste Tage anstoße. Denn die hatten es in sich – vielleicht findet man ja die Leichtigkeit wieder, in dem man sich so beschäftigt hält, dass man keine Minute frei hat, über sie nachzudenken?

Berlin jedenfalls, so dachte ich, da wohnt das chemische Glück und da sprudelt so viel an Ablenkung durch die Spree, vielleicht versuche ich es da. Vielleicht versuche ich auch, mich in intensiven Vorbereitungen für eine Tagung zu verlieren, dass ich ein Stückchen Zukunft m Puls spüre und irgendwann, zu Silvester vielleicht, an 2018 als das Jahr denke, in dem sich alles auf links und somit zum Besseren gedreht hat?

Also Berlin. Und genau wie über London denke ich viel zu oft, dass ich die Stadt schon kenne und sie mir nichts Neues mehr zu erzählen hat. Nunja, das Pergamon-Museum vielleicht. Das Vietnamesische Essen, vielleicht. Die Ocelot-Buchhandlung, vielleicht. Clärchens Ballhaus, vielleicht.

Von meiner eigenen Arroganz ein bisschen beschämt habe ich mich für drei Tage in Berlin verknallt, eine kurze Amour Fou, an deren Ende die Stadt sagte:

Bitte schön, hier ein großes Geschenk für die Zukunft, und denk bloß nicht, dass ich nichts mehr in petto hätte, kleines Ruhrpottmädchen. 

 

Zuhause warteten Blumen, ein wunderschöner Strauß meiner besten Freundin. Rosen auf der Abschlussfeier meines kleinen Bruders. Eine kleine Orchidee meiner in die Ferne geschweiften Mitbewohnerin, als Andenken an die letzten exzessiven Wochen.

Alles blüht in meinem Zimmer und ich denke mit jeden Blick auf die zuckersüßen Zuckerwatte-Blüten, dass auch das zum Glücksgefühl dazugehört, all art is quite useless, und Zimmerblumen sind ja mal völlig nutzlos, aber auch so schön, dass ich aus dem Lächeln nicht herauskomme.

 

Serotonin-Update: Höchster Spiegel seit… Juni 2017.

Und jetzt plane ich zwei Wochen in Großbritannien im Sommer, Zelten, Zugfahrten, Küste, Musik, Großstadt, alles mit Kokosstreuseln und Cocktailschirmchen, bitte.

 

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Plane doch im August ein bißchen was für die Cotswolds ein. wie super wäre das denn, wenn wir uns dort über den Weg laufen würden.

    Viele Grüße

    Achim

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    1. Emily J. sagt:

      Oh, was für eine gute Idee! Ich plane mal ein bisschen herum 🙂

      Gefällt mir

  2. Ist aber kein Meer, nicht mal Küste 🙂 17.08. bis 26.08. in Cirenchester ……

    Grüsse

    Achim

    Gefällt 1 Person

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