100 Tage.

Meine Mutter ist seit 100 Tagen tot. Out of the Woods   Ich würde gerne sagen, dass die Welt still steht und schweigt und ich andächtig mit ihr. Aber in diesen 100 Tagen bin ich von Wuppertal über Hamburg von Paris nach London, von Essen nach Thüringen und wieder zurückgekommen. Es hat literweise geregnet und …

Thank you nothingness.

Meine Mutter ist seit 9 Tagen tot. Meine Mutter liebte Alanis Morissette, Kokosmakronen und lange Fahrradtouren. Seit neun Tagen schlafe ich nachts kaum, und wenn, dann voller Albträume, in denen ihr Gesicht über meinem schwebt, in denen sie unantastbar zwischen mir und der Welt steht, eine umhergeisternde, sterbenskranke Eurydike, die flüstert: "Wenn du aufwachst, bin …

I have this dream where I’m screaming under water.

Meine Mutter ist seit 5 Tagen tot. Sie war die Einzige, die eine Stimmfarbe anschlagen konnte, die mich in Aktion hat springen lassen. "Emma-a-a-a..." hat sie immer gesagt, und mein Name wurde ein Imperativ; egal, was war, auf diesen Ton habe ich reagiert. Obwohl ich eigentlich Emily heiße. Egal, "Emma-a-a." Noch mit 25 hätte mich …

Am Ende des Krankenhausflures…

... steht immer eine Flasche Cola auf dem klappbaren Nachtisch. Auf dem Tisch ein Stapel Bücher: Mamas aktueller Historienkrimi, dick wie das alte Testament. Die 5 Einladungen, ein moderner Klassiker auf der Amazon Empfehlungs-Liste zum Thema Tod. Es riecht nach Calendula-Öl, Lavendel, nach dem Wassereis, das an ihrem Kinn klebt und das ein plötzlich überfreundlicher Pfleger nach dem Mittagessen …

Der Morgen danach. // The End of the Movie.

Das ist hier keine Medienkritik am frühen Abend - höchstens Selbstkritik kurz vor Mitternacht - aber sie beginnt mit einem Rückblick auf ein paar Minuten amerikanischen Fernsehens: Als sie zuerst rauskam, war ich großer Fan der Serie How I Met your Mother, ich habe frenetisch mitgefiebert und mir einzelne Folgen sogar bei iTunes gekauft...man stelle sich die süße …

Reisetagebuch, Kapitel 12 von 12. // No Rest for the Wicked.

Am letzten Abend der Reise saßen Jana und ich in unserem Hostel in St.Ives auf dem unteren Stockbett. Das neue Album der Artic Monkeys lief und wir spielten SNAP, das simpelste Kartenspiel der Welt. Wir waren müde nach den langen Tagen und langen Wanderungen, hatten ein Cider während der Happy Hour an der Hostelbar im …